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MEDIKATION BEI DIABETES |
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| Medikamentöse Diabetesbehandlung Beim Typ-1-Diabetes liegt ein absoluter Insulinmangel vor. Die Insulinbehandlung muss daher unmittelbar im Anschluss an die Diagnosestellung beginnen. Eine Behandlung mit oralen Antidiabetika wäre unsinnig und schädlich, da sie auf eine gezieltere Insulinausschüttung der Inselzellen abhebt, die beim Typ-1-Diabetes jedoch ihre Funktion bereits verloren haben. Hinweise dafür, dass eine frühzeitige konsequente Stoffwechselnormalisierung unter Insulin die Dauer und das Ausmaß der bereits erwähnten Remissionsphase günstig beeinflusst, ist Grund genug, bei Typ-1-Diabetes mit dem Beginn der Insulinbehandlung nicht zu zögern. |
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| Anders ist die Situation beim Patienten mit einem Diabetes vom Typ 2, der primär an einer Störung der Insulinwirkung und nicht an einem absoluten Insulinmangel leidet. Häufig liegt der Erkrankung eine ungesunde Ernährungsweise verbunden mit Fettleibigkeit zugrunde. Von daher wäre es falsch, ihn vom Tag der Diagnosestellung an mit oralen Medikamenten oder Insulin zu behandeln, wenn die Möglichkeiten, durch eine Umstellung der Ernährungsgewohnheiten das Körpergewicht zu reduzieren, noch nicht ausgeschöpft sind. Reichen diätetische Maßnahmen nicht aus, den Blutzuckerspiegel entscheidend zu senken, ist beim Typ 2-Diabetiker eine Therapie mit oralen Antidiabetika möglich. Dabei sind drei Gruppen mit grundlegend verschiedenen Wirkmechanismen zu unterscheiden: |
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| 1. Stoffe zur Verzögerung der Kohlenhydratresorption: Dazu gehören zum einen Substanzen, die im Darm stark aufquellen und ein Völlegefühl erzeugen, wodurch die Nahrungsaufnahme allgemein begrenzt wird. Damit verbunden ist eine automatische Reduktion der aufgenommenen Kohlenhydratmenge. Ein Wirkstoff dieser Gruppe ist das Guar (Glucotard). Zum anderen gibt es Medikamente, die verhindern, dass im Darm bestimmte chemische Reaktionen an den Glukosemolekülen der Nahrung ablaufen. Auf diese Weise wird die Aufnahme der Glukose durch den Darm verringert. Die Acarbose (Glucobay), ein so genannter Alpha-Glukosidasehemmer, ist ein Vertreter dieser Gruppe. |
2. Sulfonylharnstoffe: Sulfonylharnstoffe erhöhen die Sensibilität der Inselzellen für den Blutglukoseanstieg und bewirken somit eine verstärkte Insulinausschüttung. Häufig sprechen Typ-2-Diabetes-Patienten zunächst gut auf eine Therapie mit Sulfonylharnstoffen an. Mit fortschreitender Erkrankung, wenn die Inselzellen der Bauchspeicheldrüse durch die Belastung einer dauerhaft erhöhten Insulinproduktion erschöpft sind, lässt die Wirkung der Medikamente in der Regel jedoch nach, und wird eine Therapie mit Insulin unvermeidbar, um die Stoffwechsellage zu normalisieren. |
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| 3. Biguanide: Biguanide erhöhen die Glukoseverwertung in der Peripherie, z.B. in der Muskulatur. Zusätzlich hemmen sie die so genannte Glukoneogenese, d.h. die Herstellung von Glukose aus anderen Stoffwechselprodukten wie den Proteinen. Ein Vertreter der Biguanide ist das Metformin (Glucophage). |
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| Allgemein ist zu sagen: Jedes Kilo Übergewicht, das abgenommen wird, verbessert die automatisch Einstellung des Diabetes. |
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